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Deutsche Küche


23. September 2015 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


In der Mitte Deutschlands unterscheidet sich die Kochkunst innerhalb der Regionen z. T. stark. Während im Westen, bspw. im Rheinland und der Pfalz, eher ein französischer Effekt festzustellen ist sowie mit Vergnügen mit feinen Soßen sowohl Wein gearbeitet wird, ist der Osten, vor allem im Abschnitt der ehemaligen DDR, von osteuropäische Einflüsse, deftige Gerichte sowie Bier geprägt. Vornehmlich erfinderisch sind auch die multikulturellen Berliner, in diesem Fall entstanden Toast Hawaii, Currywurst sowohl Dönerkebab. Die mitteldeutsche Küche ist außerordentlich facettenreich, wie überall in Deutschland sind auch hier üblicherweise deftige Fleischgerichte sowohl örtliche Gemüsesorten wie noch Rüben, Kohl ebenso wie Kraut Bestandteil der kulinarischen Gepflogenheit., Der überregional bekannte Hamburger Pannfisch war am Anfang ein Resteessen und oftmals keinerlei sehr appetitliches, er bestand nämlich aus Fischresten vom Vortag. Nun wird natürlicherweise frischer Fisch genommen und der Pannfisch ist ein beliebtes Traditionsgericht geworden. Der Fisch kann entweder als ganzes Filet oder in Stücken wie der Name bereits offenbart in der Pfanne gebraten werden. In wie weit man ihn paniert und kross ausgebacken beziehungsweise lieber bloßihn Mehl gewendet essen möchte, ist dabei Geschmacksfrage, beiderlei Varianten sind üblich. Als Beilage werden traditionell Bratkartoffeln, wie erwartet ebenso aus der Pfanne, gereicht. Zum Pannfisch gehört auch eine Senfsoße, die früher äußerst dick wie auch aus einer Mehlschwitze zubereitetet wurde, hauptsächlich um den fischigen Wohlgeschmack zu verhüllen. Inzwischen darf es sogar gern ein kleines bisschen feiner sein, daher wird die Soße mittlerweile sogar mit Fond, Weißwein ebenso wie Sahne zubereitet., Spätzle sind im süddeutschen Raum eine beliebte Beilage, es gibt sie in Form von Linsen mit Spätzle oder Käsespätzle allerdings durchaus auch als vollwertiges Hauptgericht. Spätzle sind Eiernudeln sowie haben in erster Linie in Schwaben und Österreich eine lange Gepflogenheit. Da rümpft man auch die Nase über industriell hergestellte Spätzle, die mit dem Original kaum schritt halten können. In Baden-Württemberg wird meist die längere Variante hergestellt, die durch vielmehr Eier auch eine gelblichere Farbe als die Knöpfle haben, die man eher im Allgäu sowie in Österreich wiederfindet. Spätzle werden entweder direkt vom Brett in kochendes Wasser geschabt,durch eine Spätzlepresse gedrückt oder über einen sogenannten Spätzlehobel gerieben. Der Zustand ist eher unregelmäßig, woran man die Handfertigung trefflich erkennen kann. Die beliebten Käsespätzle werden direkt nach dem Kochen mit gedünsteten Zwiebeln wie auch herzhaftem Reibekäse, bspw. Emmentaler beziehungsweise Hartkäse in einer Form geschichtet., Königsberger Klopse sind ein traditionelles ostdeutsches Gericht, das sogar überregional äußerst bekannt ist. Es besteht aus hellen Klößchen wie auch einer weißen Soße, als Beilagen werden meist Kartoffeln,aber auch eingelegte Rote Beete gereicht. Die Klößchen selber werden aus Hackfleisch, entweder vom Kalb beziehungsweise gemischt von Rind und Schwein, gehacktem Salzhering beziehungsweise Sardellen, angeschwitzten Zwiebeln, Weißbrot sowohl Gewürzen zubereitet. Als Bindemittel werden Eier verwendet. Später werden aus der Masse eher kleine Klößchen geformt, die in einem Bratensud aus Salzwasser, Weißwein, Zwiebeln, Pfefferkörnern, Piment wie auch Lorbeer gegart werden. Der Bratensud ist die Grundlage für die weiße Soße, die später mit einer Mehlschwitze sowie Ei angedickt sowie per Sahne verfeinert wird. Zitrone und Kapern sorgen für den charakteristischen Geschmack., Die norddeutsche Küche ist vor allem über Fisch wie auch Meeresfrüchte geprägt. Weiter landeinwärts wird gerne Süßwasserfisch, aber sogar zahlreiche Fleischgerichte. Fisch sowie Fleisch werden aus Gründen der Haltbarkeit häufig geräuchert. Da es schwerlich Weizenanbaugebiete in Norddeutschland gibt, sind Buchweizen, Roggen sowie Dinkel meist das Getreide der Auswahl für Brot sowohl Backwaren. In Hamburg ist vor allem das übliche Franzbrötchen angesehen. Die häufigsten Beilagen sind Kartoffeln beziehungsweise Kohl, in erster Linie in der Region um Bremen haben Grünkohlgerichte eine lange Tradition. Während im Rest von Deutschland viele Bratengerichte zu finden sind, werden im Norden besonders gerne Eintöpfe zubereitet. Sogar Spargel wird jahreszeitlich gerne gegessen. Als Nachspeise ist in erster Linie die Rote Grütze mit Milch angesehen. Die Hansestadt Lübeck ist überregional für ihren Marzipan bekannt., Die traditionelle bayerische Weißwurst ist eine Brühwurst im Darm sowie besteht am Beginn aus Kalbsfleisch, wobei mittlerweile sogar Schweinefleisch verwendet wird. Die weiße Farbe bekommt die Weißwurst, da zum Würzen nur typischesSpeisesalz wie auch kein nitrithaltiges Pökelsalz benutzt wird. Das Wurstbrät ist vornehmlich fragil sowie wird mit einigen Kräutern wie auch Gewürzen versetzt, die regional differieren können. Hinterher wird die Weißwurst in Wasser gekocht und am liebsten mit süßem Mostrich, einer Brezel und einem Weißbier gereicht, im Regelfall in Form eines zweiten Frühstücks oder Frühschoppens im Biergarten. Die übliche Form sie zu essen nennt man in Bayern „zuzeln“. Hier wird die Wurst in die Hand genommen sowohl der Kerngehalt quasi herausgesaugt. Man kann den Naturdarm aber auch einschneiden und entsorgen oder mühelos mitessen. In München ist das Hofbräuhaus einer der beliebtesten Orte für Touristen sowohl Einheimische für ein klassisches Weißwurstfrühstück., Trotzdem erfolgt ebenfalls eine Rückbesinnung auf deutsche Traditionen, vor allem nach der Jahrtausendwende. Traditionelle Gerichte der deutschen Kochkunst wie Königsberger Klopse, Kohlrouladen, Braten und Schmorgerichte werden nicht nur bereitwillig wieder zuhause gekocht, sondern stehen auch in vielen Restaurants wieder auf der Speisekarte. Typische Bestandteile wie Blattkohl werden wieder kultiviert und erfreuen sich ungebrochen besonderer Beliebtheit. Damit man sogar in die deutsche Kochkunst ein klein bisschen Pfiff zu bekommen, werden klassische Gerichte mit Freude neu interpretiert ebenso wie so garantiert sogar Altbekanntes für ein recht neues Geschmackserlebnis. Mittlerweile hat Deutschland eine unterschiedliche kulinarische Landschaft zu bieten, die sich sowohl aus ausländischen Spezialitätenrestaurants wie sogar aus modernen deutschen Wirtshäusern und Restaurants zusammensetzt. Dass in Deutschland bis in die Spitzengastronomie trefflich gekocht wird, finden auch Gastro-Bewerter: Nach Frankreich befinden sich in Deutschland die meisten Sternerestaurants!, Die deutsche Kochkunst gibt es eigentlich nicht, sie setzt sich reichlich mehr aus örtlichen Spezialitäten zusammen, die nicht unbedingt von allen Deutschen gekannt wie auch auch wertgeschätzt wird. Indem im Norden bspw. viel Kohl gegessen wird, lässt man sich in Süddeutschland lieber das weltbekannte Sauerkohl schmecken. Auch Klöße findet man im Norden kaum, gleichwohl sie in Süd-, Ost- sowie Mitteldeutschland in allerlei Varianten weit gängig sind. Während sich in Ostdeutschland, selbstverständlich sogar bedingt durch die DDR-Zeit, zahlreiche Einwirkungen aus slawischen Staaten wie Polen sowohl Russland niederschlagen ebenso wie Gerichte wie Soljanka recht alltäglich sind, gelangen im Süden mehr Einflüsse aus Österreich sowie der Schweiz. Käsespätzle wäre ein Beispiel für ein überregionales Gericht aus Süddeutschland. Die Küche in Westdeutschland, vor allem dem Rheinland sowohl dem Saarland ist sowohl über die Nahe Umgebung zu Frankreich als auch die dortigen Weinanbaugebiete beeinflusst., Die deutsche Kochkunst ist nach vielen exotischen ebenso wie ausländischen Trends erneut sehr gemocht in Deutschland. Eine Rückbesinnung auf alte Traditionen wie auch Rezepte, die allerdings mit Vergnügen sogar aufgepeppt werden können, ist eine spannende Kombination ebenso wie so werden Braten, Grünkohl wie auch Co. nicht nur zu Hause wieder gehäuft gekocht, stattdessen stehen sogar in vielen Gaststätten abermals regelmäßig auf der Speisekarte. Egal, ob in der Gaststube oder mit dem gleichermaßen traditionsreichen deutschen Bier im Biergarten. Altbewährtes muss nicht eintönig sein, recht im Gegensatz!